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07.06.19

„Cybermobbing“ – Eltern- und Jugendberatung unterwegs

Die Eltern- und Jugendberatung des Diakonischen Werkes initiierte an der Mädchenrealschule Hensoltshöhe in Gunzenhausen ein Präventionsprojekt zum Thema „Cybermobbing“, das durch eine großzügige Spende des Gewinnsparvereins der Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen unterstützt wurde.

Von Cybermobbing spricht man, wenn jemand über einen längere Zeitraum immer wieder von einer oder mehreren Personen über Internet, Smartphone oder andere digitale Medien schikaniert wird. „Cybermobbing ist ein hochaktuelles Thema bei Jugendlichen“, weiß Stephanie Göggerle, Leiterin der Eltern- und Jugendberatungsstelle aus ihrem Beratungsalltag. Dies unterstreichen auch wissenschaftliche Studien, die davon sprechen, dass acht Prozent der jugendlichen Internetnutzer zwischen 12 und 19 Jahren bereits selbst Opfer von Cybermobbing gewesen sind und 34 Prozent der Befragten jemanden im Bekanntenkreis haben, der durch Cybermobbing fertiggemacht wurde. Andere wissenschaftliche Quellen sprechen sogar von noch höheren Zahlen und belegen damit die Aktualität des Themas. „Mobbing hat weitreichende negative Auswirkungen auf Klassengemeinschaften und massive psychischen Folgen für die Opfer“, berichtet Sozialpädagogin Eva Neuner von der Beratungsstelle, „dem wollen wir entgegenwirken und Schülerinnen darüber aufklären, wie sie sich schützen können.“

Im ersten Teil des Projektes wurde mit den Schülerinnen beider 8.Klassen eine Annäherung an das Thema mit einem „World-Café“ durchgeführt. In Kleingruppen arbeiteten und diskutierten die Schülerinnen im „Café“ zu verschiedenen Fragestellungen, wie z.B. „Welche Gefühle löst Cybermobbing aus?“ Was kann ich dafür tun, dass (Cyber-) Mobbing nicht passiert?

„Die regen Diskussionen machten deutlich, dass das Thema „Mobbing“ die Schülerinnen wirklich beschäftigt“, bestätigte Christopher Sand, Student der sozialen Arbeit, der gerade sein Semesterpraktikum in der Beratungsstelle absolvierte.

Im zweiten Teil, der im Mai stattfand, wurde das Theater Eukitea aus Diedorf eingeladen, welches mit seinem Theaterstück „I like you“ das Thema „Cybermobbing“ auf eindrucksvolle Weise darbot und die Botschaft direkt in die Herzen der Schülerinnen spielte. „Wir haben bei diesem Teil ganz stark die Betroffenheit der Schülerinnen gespürt“, sagt Helma Hauf von der Eltern- und Jugendberatungsstelle, weiteres Mitglied im Projektteam. Anschließend hatten die Schülerinnen in ihren Klassen die Gelegenheit, sich gemeinsam mit ihren Klassenlehrer*innen auszutauschen.

Von Mobbing Betroffene und ihre Angehörigen können sich bei Bedarf an die Eltern- und Jugendberatung wenden und einen Gesprächstermin vereinbaren. Die Beratung erfolgt vertraulich und das Angebot ist kostenfrei.

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