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18.02.21

Schultüten-Aktion für Gleichheit bei Bildungschancen

Alle Kinder sollen in Deutschland die gleichen Chancen auf Bildung haben, darüber sind sich Politiker jeglicher Parteien schon lange einig. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Während der Corona Pandemie, die wohl auch noch dieses Jahr das Bild in den Schulen bestimmen wird, klafft die Schere immer weiter auseinander. Kinder aus sozial schwachen, eher bildungsfernen Familien erhalten zu Hause weder die nötige Unterstützung beim Homeschooling durch die Eltern, noch haben sie aufgrund fehlender technischer Ausstattung die Möglichkeit, alle von den Lehrkräften angebotenen Lernmethoden auszuschöpfen.

Ein breites Bündnis von Gewerkschaften und Verbänden forderte kürzlich in einem gemeinsamen Aufruf unter anderem, dass Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem Einkommen Hard- und Software sowie weiter Lernmittel für die Nutzung digitaler Bildungsangebote als einmalige Jobcenter-Leistung erhalten. Laut einem Kabinettsbeschluss vom 03.02. gibt es nun für Bezieher von Grundsicherung die Möglichkeit, beim Jobcenter einen einmaligen Ausstattungsantrag von bis zu 350,00 € für digitale Endgeräte bei Schüler/innen zu beantragen. Manche Schulen stellen außerdem inzwischen Leihgeräte zur Verfügung, leider ist das jedoch eher noch die Ausnahme als die Regel.

Doch nicht alle Familien mit geringem Einkommen beziehen Leistungen und haben somit die Möglichkeit einer Antragstellung. Vielen Geringverdienern und kinderreichen Familien fehlen ebenfalls die Mittel, die benötigten Endgeräte anzuschaffen. Aus Sicht der erfahrenen Sozialpädagogen beim Diakonischen Werk reicht zudem die reine Hardware oft nicht aus: „Neben der Hardware mangelt es oft auch an den Folgekosten. An manchen Schulen wird der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für die Leih-Laptops/Tablets empfohlen, die sich manche Familien nicht leisten können, Ein weiteres Problem ist, dass unser Klientel oft keinen häuslichen Internetanschluss mit ausreichender WLAN-Auslastung haben, manchmal kein funktionierender Drucker im Haushalt vorhanden ist, die Druckerpatronen zu teuer für die Anschaffung sind oder es selbst bei vorhandener Hardware das Knowhow fehlt, um neue Geräte zu Hause zu installieren“ – so die Erfahrungen aus der allgemeinen Sozialberatung und der Eltern- und Jugendberatung.

Die Kirchliche allgemeine Sozialarbeit (KASA) der Diakonie unterstützt mit ihrer „Schultütenaktion“ bereits seit Jahren Familien in Not bei der Beschaffung von Schulmaterial. Nun rückt coronabedingt das Thema digitales Lernen in den Fokus. Die KASA bittet um Spenden, damit benachteiligte Kinder nicht noch weiter ins Hintertreffen geraten. Die Mittel werden nach einer Bedürftigkeitsprüfung unbürokratisch und zeitnah, meist in Form von Gutscheinen, von den KASA Mitarbeiterinnen ausgegeben und können dann je nach individuellem Bedarf eingesetzt werden: Für Hardware, Zubehör, Internetguthaben oder Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Unterstützung beim Lernen oder der Inbetriebnahme von Geräten.

Das Spendenkonto des Diakonischen Werkes Weißenburg-Gunzenhausen lautet.

Sparkasse Mittelfranken Süd:

IBAN: DE76 7645 0000 0000 0270 06, BIC BYLADEM1SRS

Raiffeisenbank WuG e.G.:

IBAN: DE14 7606 9468 0003 0336 19 , BIC: GENODEF1GU1

jeweils Stichwort „Schultütenaktion“.