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26.08.20

Teure Materialschlacht zum Schulstart

Schulstart – nicht nur in Zeiten von Corona bricht vielen Eltern der Schweiß aus beim Gedanken an die mehrseitigen Materiallisten, die es bald abzuarbeiten bzw. einzukaufen gilt. Wer es sich leisten kann, gibt seine Liste(n) im örtlichen Schreibwarenladen ab, lässt sich das Material zusammenstellen und bezahlt an der Kasse für gute Qualität und Service einen entsprechenden Preis. Familien mit vielen Kindern und/oder eingeschränkten finanziellen Mitteln gehen in der Regel schon Wochen vor dem Schulstart auf die Jagd nach Sonderangeboten, um die Materialflut stemmen zu können. Mit dem Know-How, wo es wann Hefte für 0,19 Euro statt 0,30 Euro gibt oder wo der Pritt-Stift am günstigsten ist, könnten manche Mütter ganze Schnäppchenführer füllen.

100,- Euro erhalten Hilfsbedürftige über die Jobcenter im Bedarfsfall als einmalige finanzielle Unterstützung, um den Schulbedarf eines Kindes für das ganze Schuljahr zu decken. Dieser Zuschuss ist leider in der Regel nicht ausreichend zur Deckung des allgemein üblichen einmaligen Bedarfes.

Die von den Wohlfahrtsverbänden länger geforderte und jetzt angekündigte Regelsatzerhöhung ab 1.1.2021 wirkt sich leider nicht auf Grundschulkinder (1.-4.Klasse)  bzw. Kinder der unteren Klassen der weiterführenden Schulen (5.-7.Klasse) aus. Der Regelsatz, der monatlich laufend je nach Alter als Festbetrag angesetzt wird, bleibt für Kinder ab 6 Jahre bis 13 Jahre weiterhin unverändert zu niedrig.

Sprechen Lehrer eine Empfehlung zu speziellen Materialien oder Marken aus, wird es häufig teuer. So kostet ein Marken-Heft schnell 0,90 Euro – mehr als das vierfache als das Sonderangebot aus dem Supermarkt. Ein Marken-Farbkasten ist selten unter 10 Euro zu haben, für die in der Grundschule beispielsweise beliebten Jaxon-Malkreiden gibt es im Handel keinen günstigen Ersatz. Hinzu kommt notwendige Bekleidung wie Hausschuhe, Sportschuhe, Sportsachen. Zum Schulstart fallen weitere hohe Kosten für Büchertasche, Schultüte und hübsche Bekleidung an.

Das Budget von 100,- Euro ist so schnell überschritten. Wenn darüber hinaus Geld benötigt wird, werden Familien auf die Hilfe von Wohlfahrtsverbänden wie der Diakonie verwiesen. Die Diakonie unterstützt nach Möglichkeit mit ihrer „Schultütenaktion“. Hier können Familien in Not über die Kirchliche allgemeine Sozialarbeit (KASA) in der Regel Sachgutscheine erhalten. Die Ausgabe der Gutscheine wird unbürokratisch und zeitnah umgesetzt von folgenden KASA-Mitarbeiterinnen.

Von der Diakonie wurden die Kosten des „normalen“ Schulbedarf auf rund 140,- Euro berechnet. Die Beispielrechnung finden Sie hier. Mit einem Zuschuss von rund 40,- Euro kann also der zusätzliche Bedarf für ein Kind pro Schuljahr gedeckt werden. Beim Schulstart fallen zusätzliche Kosten von rund 95,- bis 200,- Euro an, je nach Preislage der Schultasche. Die Diakonie bittet daher um Spenden auf das Konto des Schultüten-Fonds, damit sich auch Kinder aus bedürftigen Familien auf das Schuljahr freuen und den Eltern einige Sorgen genommen werden können. Sämtliche Mittel werden zweckgebunden für Schulbedarf eingesetzt.

Das Spendenkonto des Diakonischen Werkes Weißenburg-Gunzenhausen lautet.

Sparkasse Mittelfranken Süd:

IBAN: DE76 7645 0000 0000 0270 06, BIC BYLADEM1SRS

Raiffeisenbank WuG e.G.:

IBAN: DE14 7606 9468 0003 0336 19 , BIC: GENODEF1GU1

jeweils Stichwort „Schultütenaktion“