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09.03.21

Tierische Spaziergänge

Schülerin Mia Stache mit "ihrem" Alpaka

Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger und Schüler Niklas Adolf machten sich mit den Alpakas Moritz und Philippo auf den Weg auf die gut zwei-stündige Wanderung

Zu „Tierischen Spaziergängen“ mit Alpakas laden derzeit die Jugendarbeiter der Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen ein. Im Rahmen ihres Angebots sind die Fachkräfte mit jungen Menschen und Alpakas in der Natur unterwegs. Dabei geht es vor allem darum, „mit den Jugendlichen wieder etwas gemeinsam zu erleben und sie gut durch die Zeit des weiterhin andauernden Lockdowns zu bringen“.

„Wir stellen im Arbeitsalltag immer wieder fest, dass einige Jungen und Mädchen sich während der vergangenen Monate stark zurückgezogen haben und teils keine realen sozialen Kontakte mehr hatten“, schildert Thomas Pfaffinger, der als Jugendsozialarbeiter an der Stephani-Mittelschule tätig ist. „Der komplette Rückzug ins Virtuelle kann Depressionen und andere psychische Auffälligkeiten mit sich bringen.“ Umso wichtiger ist es, dass Teenager nun wieder aktiv werden, hinaus in die Natur gehen und etwas Positives erleben. Dieses Bedürfnis griffen die Sozialpädagogen auf und initiieren in Zusammenarbeit mit Anne Weeger von Frankenland-Alpaka in Merkendorf die „Tierischen Spaziergänge“.

Im Vorfeld wurde über die Sozialen Medien durch Posts auf Instagram oder Facebook auf das Angebot aufmerksam gemacht. Die Jungen und Mädchen konnten sich bei den Fachkräften direkt für einen Spaziergang bewerben. „Hierzu schickten uns die Jugendlichen ein kurzes Schreiben, in dem sie uns von davon überzeugten, warum ausgerecht sie die Wanderung verdient haben“, schildern Daniela Russer, Leitung des Jugendzentrums sowie Jugendmigrationsdienstes, und Joana Sämann von der Streetwork Gunzenhausen/Muhr am See.

Angekommen am Zuchtbetrieb von Anne Weeger erfolgte die Übergabe der Alpakas schließlich Corona-konform - ohne Kontakt. Nach einer kurzen Einweisung und Wegerklärung ging es auch schon los. Als Erstes startete Praktikant Daniel Wittmaier und Schülerin Mia Stache auf die gut zwei-stündige Wanderung. Vor allem die 12-Jährige war total begeistert von „ihrem“ Alpaka, das sie gekonnt mit sich führte: „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, mit diesen friedlichen Tieren zu laufen. Alpakas haben so eine tolle Aura. Die sind einfach richtig süß. Man möchte ihnen am liebsten um den Hals fallen und gar nicht mehr aufhören, sie zu streicheln.“

Während des Spaziergangs wurden natürlich zahlreiche Selfies mit den putzigen Vierbeinern gemacht. Außerdem bietet das lockere Miteinander eine super Möglichkeit, für viele gute Gespräche.

„Alpakas haben tatsächlich eine total entspannende Wirkung auf Kinder und Jugendliche“, berichtet Thomas Pfaffinger nach seinem Spaziergang, bei dem er Niklas Adolf aus der Klasse 10bM der Stephani-Schule begleitete. In der jetzigen Zeit der Einschränkungen sind ebensolche Methoden nötig, um die Anliegen sowie Belastungen der Jugendlichen aufzugreifen und entsprechende Angebote zu schaffen.

Dieses besondere Erlebnis erwartet nun in den nächsten Tagen noch weitere Jugendliche, die dann mit Daniela Russer und Joana Sämann und den von ihnen ausgewählten Alpakas die Gegend rund um den Zuchtbetrieb in Merkendorf erkunden werden.