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22.06.20

Zonta Club Fränkisches Seenland unterstützt ALMA und „Frauen in Not-Fonds“ der Diakonie

Durch vielfältige Aktionen und Projekte rückt Zonta die Belange von Frauen und Mädchen in den Fokus. Im Rahmen dieses sozialen Engagements überbrachte Brigitte Reinard, Präsidentin des regionalen Zonta Clubs Fränkisches Seenland, eine großzügige Spende über 4.000 € an das Diakonische Werk Weißenburg-Gunzenhausen.

Zusammen mit Geschäftsführer Martin Ruffertshöfer freuen sich die Sozialpädagoginnen Eva Neuner und Ulla Langer über die kräftige Finanzspritze, die zwei Arbeitsfeldern ganz speziell zugutekommt: ALMA und der Sozialberatung.

Zu den Aufgaben von ALMA, der einzigen Anlauf- und Beratungsstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Region, gehört neben der direkten Beratung Betroffener mitsamt deren Angehörigen die Organisation von therapeutischen Hilfen und die Begleitung in polizeilichen Strafverfahren. Auch die Beratung von Fachkräften in Kitas und Präventionsangebote  in Form von Workshops an Schulen werden immer wichtiger. Ziel ist, das Thema sexualisierte Gewalt zu enttabuisieren und zu sensibilisieren. Sexuelle Übergriffe finden häufig im vermeintlich sicheren Umfeld statt, erschreckend viele Kinder und Jugendliche haben bereits Erfahrungen mit Grenzüberschreitungen machen müssen.

Die Arbeit von Eva Neuner beinhaltet viele Gespräche mit Kindern, deren Familien und dem weiteren Umfeld, mit Polizei, Jugendamt oder dem Gericht. Häufig sind längere Fahrten zum Beispiel zu Krankenhäusern notwendig, die im Rahmen der Beratungsarbeit nicht finanziert aber dringend notwendig sind. Umso dankbarer ist Neuner, dass es ihr die Mittel von Zonta ermöglichen, betroffene Familien bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen.

Im Angebot der Sozialberatung suchen sowohl Jüngere wie Ältere in prekären Lebenslagen Unterstützung. Ulla Langer hilft durch den staatlichen Transferleistungs-Dschungel (wie etwa beim aktuell erweiterten bzw. vereinfachten Zugang zum Kinderzuschlag und Hartz IV-Leistungen) oder ganz allgemein bei Fragen wohin man sich in der individuellen Problemsituation wenden kann.

Die derzeitige Corona-Krise stellt besonders für Alleinerziehende und Familien eine große Belastungsprobe dar. Erfahrungsgemäß geraten Frauen, die in Teilzeit arbeiten und/oder in Branchen des Niedriglohnsektors schnell in eine ökonomische Schieflage; zudem ist momentan der Zugang zu Hinzuverdienstmöglichkeiten deutlich erschwert. Daher sind diese Klientinnen die ersten, die darunter leiden, wenn Zeitarbeitsfirmen nicht an Unternehmen weitervermitteln können oder Gastronomiebetriebe ins Trudeln geraten und daher kein Platz mehr für Aushilfskräfte bleibt. Auch die im Moment häufige Kurzarbeit führt zu einem spürbaren Schrumpfen des Budgets.

„Beispielsweise tauchen immer wieder Frauen auf, die in eine plötzliche Notlage geraten sind und denen ich mit Finanzmitteln aus dem „Frauen in Not-Fonds“ unbürokratisch mit ein paar Euro z. B. für Babynahrung, Windeln oder für ein in der aktuell herausfordernden Situation unerschwingliches Zugticket zur Arbeitsstelle aushelfen kann“,  erläutert Ulla Langer. Insbesondere eine unvermittelte Trennung vom oft besser verdienenden (Ehe-)Partner kann von einem Tag auf den anderen die gesamte Lebensplanung auf den Kopf stellen.

Ruffertshöfer sprach Reinard im Namen der Diakonie und der von ALMA und der Sozialberatung unterstützen Klientinnen ein großes Dankeschön aus und versicherte, dass das Geld zielgerichtet und zum Wohl der Klientinnen und Klienten eingesetzt wird.