key
Startseite  |  Kontakt & Service  |  Seitenübersicht
01.02.11

Turbulentes Streitschlicherwochenende

Vier turbulente Tage erlebten die Konfliktlotsen der Stephani-Mitteschule Gunzenhausen und des Sonderpädagogischen Förderzentrums Weißenburg-Gunzenhausen im Freizeitheim in Kattenhochstatt. Elf aktive Konfliktlotsen hatten es sich zur Aufgabe gemeinsam mit den Sozialpädagogen Thomas Pfaffinger, Veronika Schmalz sowie Praktikantin Kübra Yavas gemacht, die dreizehn neuen Schüler auf ihren Dienst als  Streitschlichter vorzubereiten.

Einen Tag zuvor hatten die aktiven Streitschlichter ihren großen Auftritt bei einer Vorstandssitzung des Fördervereins der Stephani-Mittelschule. Dort stellten sie sich, den Ablauf eines Schlichtungsgespräches überzeugend dar und erhielten  für die Ausbildungsmaßnahme einen finanziellen Zuschuss. Zuvor hatte bereits der Förderverein des Sonderpädagogischen Förderzentrums seinen Beitrag ebenso wie der Elternbeirat der Stephani-Schule zugesichert. Nur durch diese Unterstützung war es möglich, die viertägige Ausbildung zu absolvieren.

 

Kennenlernen und erste Teamaktionen standen zu Beginn des langen Seminar-Wochenendes auf dem Programm. Zudem wurden Gruppenregeln und der Küchendienst festgelegt, denn das Frühstück und Abendessen musste von den Jugendlichen selbst gekocht werden. Eine Aufgabe, die sie letztlich mit Bravour meisterten und so den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe sehr stärken konnte.

Anhand verschiedener Rollenspiele stellten die aktiven Konfliktlotsen des Weiteren den Neulingen die Grundlagen und Methoden der Streitschlichtung dar. Anhand einer Tafel, die einen Eisberg mit darauf zu steuernder Titanic zeigt, wurde beispielsweise aufgezeigt, welche Ursachen unter der Spitze des auftretenden und sichtbaren Konfliktes liegen.

Ihre Teamfähigkeiten mussten die Schüler schließlich bei einem Turmbau unter Beweis stellen. Sie begeisterten die Betreuer dabei und überzeugten durch einen großen Zusammenhalt.

Außerdem wurde noch ein Planspiel mit dem Ziel durchgeführt, in zwei geteilten Gruppen für einen Holzwürfel einen Karton mit Deckel zu bauen. Dabei konnten die zwei Teams nur anhand von Lieferanten miteinander kommunizieren. Beim abschließenden Reflexionsgespräch erarbeiteten die Teilnehmer heraus, welche Rolle sie in einer Gruppe einnehmen und hinterfragten ihr eigenes Verhalten.

Der Aspekt der Selbsterfahrung war für die beiden Sozialpädagogen Veronika Schmalz und Thomas von zentraler Bedeutung. Immer wieder erlebten sich die Jungen und Mädchen in Rollenspielen und konnten sich ausprobieren sowie zentrale Fähigkeiten der Streitschlichtung trainieren.

 

Der abschließende Tag war durch teaminterne Konflikte geprägt, die wiederum ein Erfahrungsfeld für die jungen Menschen darstellten. Insgesamt konnte die Gruppe gestärkt, voller neuer Erlebnisse verbunden mit Wissen hinsichtlich der Mediation ihre Rückreise antreten.